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Ich will heim

, 25. April 2015

Text und Musik: Helge Timmerberg

Geschrieben: am Malawi – See

Vorgetragen: im Waldviertel

9 Responses to “Ich will heim”

  1. Frank on

    Helge!

    Schön. Willkommen in der digitalen Siedlung, wo gefühlt jedes Haus neben dem anderen steht.
    Konnte Dir lange nicht schreiben, was ich Dir schon immer mal schreiben wollte, ohne gleich das gute Briefpapier zu verschwenden:
    Danke für Deine Bücher, jedes. bist ne geile Type, vielleicht treff ich Dich ja mal, obwohl wir das gedanklich bei vielen Deiner Zeilen schon haben. Rock on und bleib gesund!

    Freue mich auf weitere Anschläge von Dir in Buchform,
    ein Freund im Geiste.

    Bester Gruß aus Berlin,
    Frank

    Antworten
  2. Jutta Müller on

    Bücher die sehnsüchtig machen und berühren. Ihre Kritiker die Sie als selbstverliebt darstellen, haben die verblüffend sensiblen Seiten ihrer Seele wohl völlig ausgeblendet oder aber diese Herren sind selbst oberflächlich.

    Hallo, Herr Timmerberg,
    ich will heim… singen Sie. Was ist für Sie Heim?
    Wenn man ihre Bücher liest, denkt man: Zuhause ist da wo der Schlüssel passt? Richtig?
    Ihr Heim war ja neben kleinen Palästen auch so manches Mal ein Ort, an dem jedes unfreiwillige Abrutschen eines Schlagbohrers nur eine Verbesserung hervorbringen könnte, oder?

    Anderes Thema.
    Ein Mann erzählte mir, dass der Buddhismus es durchaus für möglich hält, sein Leben so weit verwirkt zu haben, dass man danach auf einer weitaus unteren Stufe des Lebens wieder erscheint. Ist da was dran?

    Ich stelle mir das etwa so vor:

    Im schlimmsten Fall kommst du z.B. erst einmal als Kellerassel wieder, wenn du da fleißig rumge-asselt hast wirst du ein Mistkäfer. Hast du all den Mist hinter dir gelassen, darfst du einen Eindruck von der besser duftenden Welt erhaschen und schwirrst als Eintagsfliege mal ein paar Stunden herum, bevor du wieder verduftest. Machst du deine Sache richtig gut, dann entwickelst du dich vielleicht zu einer flotten Biene. Und hast du dich da als fleißiges Bienchen auch tot geschuftet, geht’s weiter aufwärts. Jetzt kannst du den dicken Larry mit tollem Sound rauskehren und brummst weiter als Hummel. Da lebt es sich schon gemütlicher.

    Und dann wirst du vielleicht ein Frosch. Reißt du das Maul aber zu breit auf, kommst du entweder nicht weiter oder musst wieder zurück auf LOS und wirst eine gemeine Knotenwespe.

    Nicht alle Käfer mit ihrem Chinin-Panzer sind vor der Knotenwespe sicher, einer nicht. Prachtkäfer heißt der Lümmel. Eventuell hat er Pech mit seinem Namen, vielleicht wurde die Wespe deshalb auf ihn aufmerksam. Er steht auf ihrem Zettel für Babynahrung.

    Ein Prachtkäfer, denkt sie sich, ist für mein Junges gerade gut genug. Damit`s ein Prachtkerl wird!
    Man entscheidet sich eben gern immer wieder für einen Käfer. Ein Käfer ist eben eine solide Sache.

    Der Käfer hat eine Achilles-Ferse. Es handelt sich um einen Nervenknoten, aber nicht an der Ferse.

    Und nun kommt das Geniale!

    Das Käferlein wird weder gekeult noch von echtem Schrot und Korn zerfetzt, sondern über den Stachel kippt die Wespe eine Flüssigkeit in den Nervenknoten von „Karl dem Käfer“, welche ihn aus den Latschen (-Kiefern) haut und komplett kampfunfähig macht!

    Er kriegt einen gehörigen Schreck und ist wie gelähmt. Nicht doch! Er ist gelähmt!

    Nun rüttelt sie ihn ein bisschen und klopft ihm noch mal auf den Magen und dann flüstert die Knotenwespe dem Käfer ins Öhrchen: Na, ist der Knoten geplatzt? Gibst du zu, dass Widerstand zwecklos ist?

    Schließlich bringt Mama Knotenwespe die Beute zu ihren Larven. Beeilen muss sie sich nicht, der Käfer bleibt frisch. Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch! Seine Zangen und Beißerchen können den Jungen nichts mehr anhaben und deshalb summt sie: Du darfst!

    Die kleinen Knotenwespenlarven beißen sich so gekonnt durch das Fleisch, dass sie den Käfer erst mit dem allerletzten Bissen töten. Nun ist er nicht viel mehr als eine sterbliche Hülle. Viellicht bringt die Knotenwespe ihn ja heute zu den Grabwespen.

    ————————————————————–
    Hast du dich als Knotenwespe neu bewährt, merkst du eines Tages: Ich werd` zum Affen. Na, und von da ist es doch nicht mehr weit bis zum Menschens-Kind. („Menschens Kinder“, ist ein Ausruf in Berlin). Oder man wird zum Klopfer (Hase). Später evtl.: Sprüche-Klopfer.

    Herzliche Grüsse
    J.M.

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Jetzt habe ich auch eins. Laßt es uns hier gemütlich machen. Noch bin ich da locker. Die Grundeinrichtung steht. Ein paar Bücher, ein paar Videos und hier der Pudding Shop. Ich schlage vor, hier treffen wir uns.

Das Original steht gegenüber der Blauen Moschee in Istanbul. Der Laden ist legändär. 1970 war es der Treffpunkt der Hippies, die nach Indien wollten, oder die von Indien zurück kamen. Damals, ich wage es kaum zu sagen, gab es noch kein Internet. Aber auch offline kann geil sein. Alles was ich über die nächsten 5000 Kilometer nach Osten wissen musste, erfuhr ich im Puddingshop. So in etwa stelle ich mir das hier vor. Und esst einen Pudding, immer wenn ihr auf diese Seite geht.